Watch Dogs Legion: Ubisoft hat es versaut

Was habe ich mich auf Watch Dogs Legion gefreut. Ich bin großer Fan der Serie und habe die vorherigen Teile gerne gespielt. Doch mit dem dritten Teil hat Ubisoft wirklich einen großen Haufen Mist abgeliefert.

Eigentlich könnte alles so schön sein. Eine neue Xbox-Konsole ist auf dem Markt und passend dazu ein paar Tage vorher war der Release von Ubisofts lang erwartetem 3. Teil der Watch-Dogs-Reihe.

Schöne Lichtstimmung im neuen Spiel von Ubisoft

Die Handlung spielt dieses Mal in London, das von einer wild gewordenen privaten Polizeitruppe (Im Spiel Albion genannt) kontrolliert wird. Außerdem gibt es noch ein paar andere Gruppierungen, die den Menschen das Leben offenkundig zwar erleichtern wollen, im Hintergrund aber fiese Machenschaften abziehen.

Großartiges London-Modell

Das alles kann der Spieler nach eigenen Entscheidungen aufdecken und erleben. Die Spielwelt ist im Vergleich zu den Vorgängern nochmal gewachsen und auf den neuen Konsolen (und PCs) mit Raytracing-Möglichkeit, sieht London wirklich sehr schön aus.

China Town sieht wirklich schön aus in Watch Dogs Legion

Missionen, Sammelbares und zahlreiche Nebenabenteuer warten. Theoretisch kann jede Person, die man in der offenen Spielwelt trifft rekrutiert und somit dem eigenen Team hinzugefügt werden. Das kann in manchen Situationen sehr hilfreich sein, wenn es darum geht, bestimmte Gebiete zu infiltrieren.

Ubisoft hat es versaut

Ein rekrutierter Albion-Agent kommt zum Beispiel in die entsprechenden Bereiche herein, ohne zunächst Alarm auszulösen. Diese maximale Freiheit des Spiels machen es zu einem besonderen Erlebnis, theoretisch.

Praktisch hat es Ubisoft geschafft, das Spiel vom Start an zu verhauen. So schön die geschilderten Szenarien auch sind, so ärgerlich sind die Bugs, die es im Spiel gibt. Dabei rede ich nicht von lapidaren Problemen, sondern von Spielverhindernden kapitalen Fehlern.

Die Komplexität des Spiels macht es wichtig, den Spielstand regelmäßig zu speichern. Niemand will aufwendige oder vielleicht komplizierte Missionen wiederholen. Niemand will im Spiel gekaufte Items oder Klamotten wieder verlieren.

Aber genau das passiert. Das Spiel schafft es aktuell in der Xbox-Series-X-Version nicht, den Spielstand zuverlässig zu speichern. Dabei geht das nicht nur mir so. Die Support-Foren von Ubisoft sind voll mit Meldungen von Spielern, die Stunden um Stunden von Spielfortschritt verloren haben, weil das Game seinen Spielstand nicht richtig gespeichert hat.

Zurück ins Hauptmenü und damit eine Speicherung des Spielsandes funktioniert oft leider nicht.

Dabei ist es nicht so, dass nicht Alles nicht gespeichert wird. Das Kuriose an der Sache: Es kann passieren, dass Story-Missionen wiederholt werden müssen, die dort zu sammelnden Gegenstände aber bereits im Inventar vorhanden sind.

Erst am 26.11.2020 erschien ein Patch für das Spiel, der zahlreiche Probleme adressieren sollte. Offenbar nicht das „Speicherproblem“. Ein erster Test auf der Xbox Series X brachte auch keine Verbesserung. Immer noch verliert die Box die Verbindung zu den Servern von Ubisoft und damit die Fähigkeit, zu speichern.

Abhilfe beim Speicherproblem

Eine echte Abhilfe würde nur ein funktionierender Patch bringen, der das Spiel repariert. Ubisoft verspricht einen weiteren für „Anfang Dezember“ ohne ein genaues Datum zu nennen. Bis es soweit ist empfehlen Spieler, die Xbox offline zu stellen (Im Einstellungsmenü.) Dann neu zu starten und das Spiel offline zu spielen. Ob diese Lösung wirklich funktioniert konnte ich noch nicht ausprobieren.

Warum so ein kapitaler Fehler nicht mit höherer Priorität behandelt wird, weiß man wohl nur bei Ubisoft.

Fazit

Watch Dogs Legion verfolgt einen guten Spielansatz. Doch leider wird dieser von Ubisoft mit einer extrem fehlerhaften Software zunichte gemacht. Der VÖ des Spiels wurde bereits vom März auf Oktober 2020 verschoben. Vielleicht hätte man es noch weiter schieben sollen. Wie jetzt den Multiplayer-Mode, der wohl erst im Januar 2021 kommen wird.

Der Verdacht liegt nahe, hier das Weihnachtsgeschäft und die Black-Week mitzunehmen. Oder vielleicht unbedingt VOR Cyperpunk 2077 auf dem Markt zu sein.

Man bekommt den Eindruck hier wurde zum Schluss der Entwicklung mit heißer Nadel ein Release gestrickt, dass nun auf Kosten der Spieler geflickt wird. Angesichts des sehr hohen Kaufpreises ist das sehr Ärgerlich. Ubisoft hat es versaut.

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