Far Cry 5: Fünf Dinge, die mich tierisch nerven!

Der neue Triple-A-Titel Far Cry 5 von Ubisoft hat mich schon weit im Vorfeld begeistert. Ich habe – ganz im Gegensatz zu meinen sonstigen Gewohnheiten – viele Trailer und auch einige Gameplay-Videos angesehen. Jetzt wo ich das Spiel spielen kann sind mir aber einige Unstimmigkeiten aufgefallen. Hier meine Top fünf der Dinge die nerven.

1. Die unübersichtliche Map

Far Cry 5 spielt in Hope County in Montana. Die Map ist bei weitem nicht so groß wie die von Ghost Recon Wildlands und gar kein Vergleich zu der von Assassins Creed Origins. Dennoch hat Ubi es geschafft, die Map völlig unübersichtlich zu gestalten. Da hilft auch nicht die nette 3D-Drehfunktion (die auch nicht zu Ende gedacht wurde).

Es wird nicht klar, welche der Nebenmissionen auf der Map schon erledigt wurden. Es gibt wahllose Schnellreise-Punkte. Zahlreiche andere Symbole überfrachten die Map und man kann sich nur sehr schlecht orientieren.

2. Das verwirrende System aus Haupt- und Nebenstorys

Wie bei Open-World-Spielen üblich, gibt es unzählige Haupt- und Nebenmissionen. Diese werden nacheinander freigeschaltet. Einige bekommt man in den so genannten Safehouses (Wolf’s Dan ist so eines) andere von Leuten, die man auf der Map trifft.

Es gibt Nebenmissionen, bei denen man gewisse Fundstücke einsammeln muss. Zum Beispiel in der Mission „Discjockey“ die so genannten Plattenkisten. Nur die ersten beiden Kisten in dieser Nebenmission sind auf der Map markiert. Alle anderen muss man durch akribisches Absuchen der Karte finden. Wenn man nicht genau weiß, wo man suchen soll, kann alleine diese Aufgabe Stunden in Anspruch nehmen. Am Besten man lässt es einfach und vielleicht finden sich die Dinge so nebenbei.

3. Das blödsinnige Waffenrad

Es gibt viele Waffen in Far Cry 5. Diese können entweder aufgesammelt und direkt verwendet werden, oder man kauft sie im Shop. Zu Anfang steht einem im Waffenrad nur ein Slot für eine Fernwaffe zur Verfügung. Wenn man also einen Bogen verwenden will, der zufällig gerade am Boden liegt, wirft man die ausgerüstete Waffe weg und nimmt dafür den Bogen auf. Im Eifer des Gefechts kann es also schnell passieren, dass man versehentlich seine Hauptwaffe gegen eine schlechtere eintauscht.

Hat man sich erst mal für viel Geld eine schicke Waffe zusammengestellt, kann man diese solange verwenden, bis man sie gegen eine auf dem Boden liegende auswechselt. Will man zu ihr zurückkehren muss man entweder ins Safehouse oder zu einem der Waffenhändler auf der Map, um sie wieder auszurüsten. Das mag zwar realistisch sein, Spielerfreundlich ist es nicht und Ubi hat mit anderen Shootern bewiesen, dass es auch besser geht.

4. Umständliche Fahrzeugsteuerung

Das Spiel bietet viele Fahrzeuge. Alles was irgendwie nach Auto, LKW, Boot. Flugzeug und Helikopter aussieht kann auch gefahren oder geflogen werden. Leider schafft es Ubi wieder einmal nicht, eine intuitive Steuerung der Fahrzeuge hinzubekommen, Warum man wieder neue Steuerungen für Helikopter erfinden musste, erschließt sich mir nicht. Warum man sich im Fahrzeug mit dem rechten Analogstick frei umsehen kann (bis zu 180 Grad in jede Richtung) auch nicht. Das führt zu zahlreichen Fehlbedienungen und Unfällen, die nicht sein müssten.

Auch bei Ghost Recon Wildlands musste erst ein Patch her, um die völlig verhunzte Heli-Steuerung wieder in den Griff zu bekommen. Mit Fahrzeugen haben sie es offensichtlich nicht so bei Ubisoft.

5. Alles auf einer Taste

Sicherlich hat man es gut gemeint, als man viele Funktionen auf die Quadrat-Taste gelegt hat. So dient sie dazu, tote Gegner zu plündern, Waffen am Boden und Gegenstände aufzunehmen, Fahrzeuge zu verlassen und Texte zu lesen. Alles auf einer Taste macht die Sache aber nicht leicht.

Am Boden liegende Gegner haben meistens auch eine Waffe fallen gelassen. Daher muss man sich enorm konzentrieren, die richtigen Spot zu finden, um entweder den Gegner zu Plündern, oder die Waffe aufzunehmen. Das artet manchmal in sehr viel Rumgeeiere aus.

Da man auf diese Weise auf die Quadrat-Taste geprägt wird, kann es schnell passieren, dass man aus einem Helikopter oder Flugzeug aussteigt, ohne es zu wollen.

Der Koop-Schwachsinn

Ubi preist es als Feature. Im Koop-Modus hat nur der Host etwas von erfüllten Missionen. Der Fortschritt wird nur ihm zuteil. Der Partner geht leer aus und muss das Spiel theoretisch noch mal komplett alleine spielen. Lediglich die Waffen und die anderen Aufwertungen werden behalten.

Wie man auf so eine idiotische Idee kommen kann, wird mir ewig ein Rätsel bleiben. Bei Ghost Recon Wildlands konnte man zu viert spielen und alle Spiele haben gleichermaßen den Erfolg in den Storys bekommen. Das führte zwar auch manchmal zu einigen Merkwürdigkeiten, man gewöhnte sich aber schnell daran.

Dem Mitspieler im Koop diesen Fortschritt komplett zu verweigern ist eigentlich eine Unverschämtheit und für mich fast ein Grund, vom Kauf des Spiels abzuraten wenn man plant, Koop zu spielen.

Fazit

Geile Grafik, Open World und ein eingeführter Name reichen heutzutage nicht mehr aus, für ein gutes Spielerlebnis. Ich finde Ubisoft müsste hier in einigen Punkten dringend nachbessern.

Eine Antwort auf „Far Cry 5: Fünf Dinge, die mich tierisch nerven!“

  1. Wir machen auch einen Bogen um das Spiel, obwohl es tolle Features hat. Die angekündigten DLCs hören sich gut an und das Arcade könnte lustig werden. Besonders dann, wenn man auf bekannten Maps spielen kann.

    Für uns als Koop-Kanal, ist der Koop-Modus von FarCry ein Witz und war es bisher mit jedem Teil der Serie auch immer. Schade, denn wie du schon geschrieben hast, könnte Ubi das besser.

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